Eine neue Ära in der Förderung des Tokajer Weins hat begonnen. Der Tokaji Weinritterorden Podcast-Kanal, der ein an Wein interessiertes Publikum – sowohl im Inland als auch international – in einem frischen, modernen Format ansprechen möchte. Zu Gast in der ersten, einleitenden Folge war Dr. László Szabó, Vorsitzender, der mit Gergely Ripka über die Vergangenheit, die Gegenwart und die ehrgeizigen Zukunftspläne der Organisation sprach.
Persönlicher Anruf
Im Laufe seiner diplomatischen Laufbahn – als Botschafter in Washington – hatte er die Gelegenheit, Tokajer Weine auf einer der wichtigsten Bühnen der Welt zu präsentieren. Diese Erfahrung prägt bis heute seine Sichtweise. Eine der wichtigsten Aufgaben des Tokaji-Weinritterordens ist es, den Ruf des Tokajer Weins weltweit zu stärken.
Die jungen Weinritter werden erwartet
Der Präsident ist seit 2015 Mitglied des Weinritterordens und betrachtet seine derzeitige Rolle als große Ehre. In den vergangenen Monaten ist jedoch deutlich geworden, dass neben der Bewahrung der Traditionen auch eine Erneuerung unerlässlich ist.
Eines der wichtigsten Ziele der Organisation ist die Verjüngung.
In diesem Zusammenhang stärken sie die Beziehungen zu den Hochschulen und arbeiten mit den Studierenden der Tokaj-Hegyalja-Universität sowie mit den Weinclubs und Marketing-Communities der Metropolitan-Universität Budapest zusammen.
Auch das „Junior”-Programm richtet sich an junge Menschen; im Rahmen dieses Programms können sich Studierende als Junior-Weinritter in die Arbeit des Weinritterordens einbringen.
Ein weiteres vorrangiges Ziel der Organisation ist es,
die früheren, äußerst erfolgreichen Veranstaltungen wie den „Tokaji-Frühling“, das „Tokaji-Rendezvous“ oder die „Große Tokaji-Weinauktion“ wieder aufleben zu lassen und fortzuführen.
Budapest und internationale Ausrichtung
Ein Schlüsselelement der Strategie ist die Stärkung der Präsenz in Budapest. Da Tokaj relativ weit von der Hauptstadt entfernt liegt, baut der Weinritterorden eine eigene „Budapester Niederlassung” auf: Die Organisation der Programme wird von Dorottya Mártonffy koordiniert, die auch eine aktive Rolle beim Ausbau der internationalen Beziehungen übernimmt.
Das Ziel ist klar: Der Weinritterorden Tokaji soll zu einer auch international bedeutenden Gemeinschaft werden, die ihre Beziehungen im Ausland aktiv ausbaut.
Auch die diplomatische Erfahrung des Präsidenten stellt dabei einen großen Vorteil dar.
Auch in Trumps Hotel an prominenter Stelle
Eine wichtige Botschaft des Podcasts ist, dass der wahre Wert des Tokajer Weins nicht nur in seinem Geschmack, sondern auch in seinen Geschichten liegt. Das Terroir, die Tradition der Aszú-Herstellung und das jahrhundertealte Wissen tragen alle zu jener Einzigartigkeit bei, die das Weinanbaugebiet weltweit bekannt macht.
Ein gutes Beispiel dafür ist, dass in Washington auf der Weinkarte des Trump Hotels ein Tokajer Aszú Essenz an erster Stelle steht – und gleichzeitig das teuerste Produkt im Angebot ist.
Übrigens bestätigt auch die Wissenschaft seine Einzigartigkeit. Forschungen der Universität Debrecen zufolge haben zahlreiche der mehreren hundert Inhaltsstoffe des Aszú eine gesundheitsfördernde Wirkung. All dies ändert jedoch nichts an dem Grundprinzip, für das auch der Weinritterorden steht: der Wert eines kultivierten, maßvollen Weinkonsums.
Podcast: neuer Sound, neues Publikum
Die Einführung des Podcasts zeigt deutlich, dass der Weinritterorden Tokaji offen für neue Kommunikationskanäle ist. Das Ziel ist nicht nur die Weitergabe von Informationen, sondern der Aufbau einer Gemeinschaft, in der Wein, Kultur und menschliche Geschichten aufeinandertreffen.
In der nächsten Folge ist Katalin Pintér, Mitinhaberin des Gerbeaud Gasztronómiai Kft., zu Gast, die als eine der prägenden Persönlichkeiten der ungarischen Gastronomie neue Perspektiven in das Gespräch einbringen wird.
Die Podcast-Aufnahme ist auch auf YouTube und Spotify verfügbar:
(562) Tokaj 2.0: Wie wird aus einem historischen Weinritterorden ein digitaler Vorreiter? – YouTube